
Alexander Held war als TV- und Filmschauspieler bekannt und erfolgreich. Er wirkte in zahlreichen Produktionen mit. Er übernahm sogar Rollen in internationalen Filmen, wie "Schindlers Liste". Am 12. Mai ist er im Alter von 67 Jahren verstorben, teilte der eng mit ihm befreundete TV-Produzent Sven Burgemeister der Deutschen Presse-Agentur mit. Wer war der Mann, der durch seine Wandlungsfähigkeit auffiel?
Schon gewusst? Alexander Held spielte beim TSV 1860 München
Er wurde am 19. Oktober 1958 als Gerald Alexander Held in München geboren. Er war der Sohn des Schauspielers José Held. In seiner Kindheit sang er bei den Regensburger Domspatzen und war äußerst aktiv als Fußballspieler beim TSV 1860 München, mit denen er sogar mehrfach die Jugendmeisterschaften gewann. Anschließend trat er in die Fußstapfen seines Vaters und begann nach seinem Schulabschluss eine Schauspielausbildung an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule, die er erfolgreich abschließen konnte. Er erhielt Engagements an verschiedenen deutschen Theatern, darunter die Münchner Kammerspiele, die Freie Volksbühne Berlin sowie das Theater Basel. Auch bei den Salzburger Festspielen war er mit von der Partie.
Karriere von Alexander Held als Schauspieler in Serien und Filmen
Sein Fernsehdebüt hatte er 1983 in "Weißblaue Geschichten", es folgte ein Auftritt in der Krimiserie "Derrick". 1993 wurde Alexander Held für den US-amerikanischen Blockbuster "Schindlers Liste" gecastet und verkörperte äußerst überzeugend einen Nazi-Schergen. Er ist in dem Politthriller "Morlock" an der Seite von Götz George zusehen und überzeugt in "Sophie Scholl – Die letzten Tage" als Mitglied der Gestapo. Auch in "Napola – Elite für den Führer" spielte er im Rahmen des Zweiten Weltkriegs mit, allerdings gehört er in seiner Rolle in diesem Fall zu den Gegnern der Nazis.
Nicht nur der Böse! Alexander Held ist wandlungsfähig
Aber er konnte neben seinen Rollen als der Bösewicht auch genauso gut Rollen mit sympathischen Charakteren übernehmen. Und so spielte er in "Der Bulle von Tölz" neben Ottfried Fischer mit, in dem Kinderfilm „Bibi Blocksberg", in dem Film "Die Päpstin" sowie in "Polizeiruf 110" und in "SOKO Wismar". 2014 wurde er mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.
2021 spielte er in der Krimiserie "Letzte Spur Berlin" mit. Alexander Held verkörperte den Brigadegeneral Werner Opitz. Außerdem war er in der TV-Serie "Der Masuren-Krimi" mit von der Partie. Es folgte ein Auftritt in der Serie "Stralsund" an der Seite von Wanja Mues. Als Karl Hidde rettete er seinen Kollegen Max Morolf bei einem blutigen Anschlag, obwohl er eine Beinamputation hatte und eine Prothese tragen muss. Alexander Held war auch als Kriminalhauptkommissar in der Fernsehserie "München Mord" mit dabei.
Alexander Held hegte nach dem Tod seiner Frau Patricia Gräfin Fugger nur schöne Erinnerungen
Von 2005 bis 2014 war er mit der Schauspielerin Patricia Gräfin Fugger von Babenhausen verheiratet und führte mit ihr eine glückliche Ehe. Seine Ehefrau starb 2014. Der Gedanke an seine Ehe gab ihm ganz viel Kraft in dieser Zeit. "Ich habe unzählige schöne Erinnerungen, aus denen ich in meiner Trauer geschöpft habe", sagte er gegenüber "Bunte".
Alexander Held über seinen Beerdigungswunsch
Einige Jahre war Alexander Held mit Antoinette Gräfin von Schaesberg zusammen. Die beiden trennten sich. Alexander Held lebte in Tirol. In dem Garten seines Hauses befindet sich das Urnengrab seiner verstorbenen Ehefrau. Neben ihr möchte er eines Tages begraben werden, wie er in einem Interview mit dem Magazin "Bunte" verriet.
Weitere Biografien über deutsche Schauspieler auf einen Blick:
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