Großbrand bei Oslo: Brand bei Oslo: Anwohner wollen Absperrung durchbrechen
20.07.2026
Großbrand bei Oslo: Brand bei Oslo: Anwohner wollen Absperrung durchbrechen

Nach dem verheerenden Großbrand südwestlich von Oslo warnen Feuerwehr und Polizei die Einwohner stehengebliebener Häuser vor der Rückkehr. Mehrere Menschen hätten versucht, die Absperrungen zu durchbrechen, sagte Polizei-Einsatzleiter Ståle Fuglaas der Zeitung "Verdens Gang" am Montag. "Wir wollen allen helfen, aber Sie dürfen sich nicht selbst in Gefahr bringen", sagte er. Die Löscharbeiten in dem Stadtviertel von Drammen könnten noch zehn Tage dauern.

Feuerwehr-Einsatzleiter Jan Erik Fevang sagte auf einer Pressekonferenz, die Feuerwehr sei im Ortsteil Krokstadelva und einem angrenzenden Wald immer noch im Einsatz. Der Sender NRK berichtete, wer in sein Haus zurückdürfe, werden von den Behörden direkt kontaktiert und von Einsatzkräften dorthin begleitet.

Feuerwehrmann Erik Smidsrød sagte "Verdens Gang", in der Nacht seien acht bis zehn kleinere Brandherde im Wohngebiet und am Waldrand gelöscht worden. "Es sieht jetzt besser aus als vorher", sagte er. "Aber ich würde nicht sagen, dass wir es unter Kontrolle haben."

Das Feuer war am Freitagnachmittag ausgebrochen und hatte rasend schnell immer mehr Reihenhäuser erfasst. Die Zeitung "Drammens Tidende" berichtete, 109 Häuser seien bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Weitere fünf seien wohl nicht mehr zu retten. Rund 400 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Der norwegische Zivilschutz DSB sprach vom schlimmsten Brand dieser Art, den er in der Moderne registriert habe. Kronprinz Haakon verschaffte sich am Sonntag in Krokstadelva ein Bild von der Lage.

Die Brandursache ist noch unklar. Die Behörden erklärten, das Feuer habe sich wegen Hitze, Dürre, Wind und dichter Bebauung blitzschnell ausbreiten können. Der örtliche Feuerwehrchef Calle Varfjell sagte, in einigen Häusern hätten Gasflaschen für Grills gestanden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Panorama":

Ähnliche Artikel