
- E-Mail-Kontakte zwischen Mette-Marit von Norwegen und Jeffrey Epstein endgültig verloren
- Königshaus bestätigt: Daten können nicht mehr rekonstruiert werden
- Private Mails der Kronprinzessin nach Jahren unwiderruflich gelöscht
- Neue Fragen rund um Epstein-Kontakte bleiben unbeantwortet
Die Hoffnung auf Aufklärung ist endgültig zerschlagen: Der norwegische Königshof hat bestätigt, dass die E-Mail-Korrespondenz zwischen Kronprinzessin Mette-Marit und dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein nicht mehr rekonstruiert werden kann. Aber wie kann das sein?
Mette-Marit und Jeffrey Epstein - was wirklich lief, wird keiner erfahren
Wie Kommunikationsberater Simen Løvberg Sund gegenüber "Aftenposten" erklärte, seien entsprechende Nachforschungen durchgeführt worden: "Wir haben vom Anbieter die Bestätigung erhalten, dass dies nicht möglich ist." Das private Mail-Konto der 52-jährigen Kronprinzessin, das sie vor zwölf Jahren für den Kontakt mit Epstein nutzte, ist demnach unwiderruflich gelöscht. Sämtliche Versuche einer Datenrettung verliefen erfolglos, berichtet auch die "Bunte".
Privates Konto statt offizielle Hof-Adresse
Bei dem fraglichen Account handelte es sich nicht um eine offizielle E-Mail-Adresse des Königshauses. Mette-Marit nutzte vielmehr ein privates Konto bei einem Internetdienstanbieter, das unter dem Namen "H.K.H. Kronprinsessen" lief.
Bereits 2012 geriet dieses Konto in die Schlagzeilen: Im Rahmen eines Datenlecks wurde damals auch das zugehörige Passwort öffentlich, wie norwegische Medien berichteten. Ob der Account bereits infolge dieses Sicherheitsvorfalls stillgelegt wurde oder zu einem späteren Zeitpunkt, bleibt unklar. Der Hof verweigert laut "Aftenposten" jegliche Auskunft zum genauen Löschzeitpunkt.
Darum ist der E-Mail-Verkehr mit Jeffrey Epstein nicht mehr wiederherstellbar
Warum eine Wiederherstellung nach über einem Jahrzehnt technisch ausgeschlossen ist, erläuterte ein IT-Experte gegenüber "Dagbladet". Demnach werden Sicherungskopien bei Internetanbietern standardmäßig nur ein halbes Jahr aufbewahrt, bevor sie endgültig gelöscht werden.
Nach so vielen Jahren bestehe schlicht "keine Chance", die Daten noch zurückzuholen, stellte der Fachmann klar. Aus Sicht der Cybersicherheit sei dieses Vorgehen durchaus sinnvoll – schließlich minimiert die begrenzte Speicherdauer das Risiko bei künftigen Datenlecks. Für die Aufklärung der Kommunikation zwischen Mette-Marit und Epstein bedeutet es jedoch: Die digitalen Spuren sind unwiederbringlich verwischt.
Mette-Marit bleibt verdächtig - Erinnerungslücken und offene Fragen
Was bleibt, sind die bereits im Januar veröffentlichten Epstein-Akten – die einzige Quelle, die Einblick in die Korrespondenz gewährt. Darunter eine Nachricht, in der die Ehefrau von Kronprinz Haakon schrieb: "Ich habe dich nach der letzten E-Mail gegoogelt. Ich stimme zu, das sah nicht so gut aus." Worauf sich diese Bemerkung bezog, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben.
Norwegische Kronprinzessin weiß nicht, worum es geht
Denn auch Mette-Marit selbst kann offenbar nicht weiterhelfen: In einem Interview mit "NRK" gab die Kronprinzessin an, sich an den Inhalt ihrer damaligen Nachrichten nicht mehr erinnern zu können. Ob künftige Veröffentlichungen aus den Epstein-Akten weitere Details liefern, ist ungewiss.
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