
Mit deutlichen Worten hat der deutsche Langlauf-Teamchef Peter Schlickenrieder den Protest Finnlands gegen das Ergebnis des olympischen Männer-Sprints kommentiert. "Das ist meiner Meinung nach ein ganz klares Versagen der Fis-Verantwortlichen - zum wiederholten Male", sagte Schlickenrieder in Tesero mit Blick auf den Weltverband. "Das ist einfach eine peinliche Nummer für die Abteilung in der Fis. Das muss sich die Fis an den Hut stecken."
Der finnische Skiverband und das Nationale Olympische Komitee fordern eine Korrektur der Resultate. Der Norweger Johannes Hoesflot Klaebo hatte am Dienstag vor Ben Ogden (USA) und Oskar Opstad Vike (Norwegen) gewonnen. Der Finne Lauri Vuorinen war Vierter geworden. Die Finnen werfen dem Weltverband Fis vor, gegen seine eigenen Regeln und das Fair-Play-Prinzip verstoßen zu haben.
Es geht um Wachs
Die Finnen monieren zwei Vorfälle beim Sprint-Wettkampf. Demnach erteilte die Fis dem norwegischen Serviceteam eine Ausnahmegenehmigung, einen Wachskessel während des Sprint-Vorlaufs im Servicebereich zu nutzen. Das ist eigentlich nicht erlaubt. Die anderen Nationalteams wurden von der Fis nicht über diese Möglichkeit informiert.
Zudem habe das US-amerikanische Nationalteam eine verbotene Flüssigkeit in den Servicebereich mitgebracht. Dabei soll es sich um Wachsentferner gehandelt haben, auch das ist ausdrücklich untersagt. Der US-Servicechef erklärte, er habe die Flüssigkeit nur zum Händewaschen benutzt. Die Fis entschuldigte sich später für ihr Vorgehen und räumte einen Fehler ein.
"Eine bloße Entschuldigung reicht nicht aus"
"Wir wollen die Missstände offenlegen und dafür sorgen, dass im Spitzensport die Regeln für alle gleich gelten. Die Fis hat selbst eingeräumt, einen Fehler gemacht zu haben. Daraus entstand ein unfairer Wettbewerb, bei dem zwei Nationen einen unangemessenen Vorteil hatten, ohne dass andere Mannschaften informiert wurden", sagte Verbandsgeschäftsführerin Marleena Valtasola. "Solches Verhalten ist nicht akzeptabel. Eine bloße Entschuldigung reicht nicht aus." Die Norweger und US-Amerikaner hätten eindeutig gegen die internationalen Wettkampfregeln und die vorherigen Anweisungen verstoßen.
Schlickenrieder sieht das ähnlich. "Wenn dir als Trainer so ein Fehler passiert, dann zahlst du 1000 Euro Strafe. Und die Fis-Verantwortlichen sagen bloß "Entschuldigung". Das finde ich ein bisschen lau", sagte der 55-Jährige und ergänzte mit einem Augenzwinkern: "Sollen sie eine große Party schmeißen und sich mit einer großen Party entschuldigen, dann haben alle mehr davon." Schlickenrieder rechnet nicht damit, dass der Protest Erfolg hat.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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