
- Ross "The Boss" Friedman ist tot
- Ross "The Boss" Friedman: Punk-Pionier aus der Bronx
- Heavy-Metal-Legende mit Guinness-Weltrekord
- Vielfältige Projekte nach Manowar-Ausstieg
- Ross "The Boss" Friedman: Würdigung seines musikalischen Vermächtnisses
Der Musiker Ross "The Boss" Friedman ist tot. Der Mitbegründer der Bands Dictators und Manowar verstarb am 26. März im Alter von 72 Jahren, wie sein offizieller Social-Media-Account mitteilte. Die Todesursache war eine ALS-Erkrankung, auch Lou-Gehrig-Krankheit genannt.
Ross "The Boss" Friedman ist tot
Erst vor einem Monat hatte der Gitarrist seine Amyotrophe-Lateralsklerose-Diagnose der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Der aus der Bronx stammende Musiker erlag nun seinem Leiden, wie es in der Mitteilung hieß. "Mit tiefer Trauer geben wir das Ableben von Ross "The Boss" Friedman bekannt, der letzte Nacht nach seinem Kampf gegen ALS gestorben ist", wurde über seinen Account kommuniziert.
Die Nachricht würdigte Friedman als legendären Gitarristen und Vater, dessen musikalisches Schaffen weltweite Anerkennung fand. Fans hatten ihm in seinen letzten Monaten massive Unterstützung zukommen lassen.
Ross "The Boss" Friedman: Punk-Pionier aus der Bronx
Friedman war eine Schlüsselfigur der frühen New Yorker Punk-Bewegung. Zusammen mit Andy Shernoff und Scott Kempner rief er 1973 die Dictators ins Leben und prägte damit die aufkommende Szene in ihrer Anfangsphase.
Die Band in ihrer Originalformation brachte insgesamt drei Alben heraus. Besonders hervorzuheben ist das 1977 erschienene "Manifest Destiny", das den Sprung in die Billboard-200-Charts meisterte. Das Album gilt als wichtiger Meilenstein in Friedmans Schaffen.
Mit den Dictators legte der Bronx-Musiker den Grundstein für eine bemerkenswerte Karriere, die später noch in andere musikalische Sphären führen sollte. Die Band etablierte sich als feste Größe der New Yorker Underground-Szene jener Zeit.
Heavy-Metal-Legende mit Guinness-Weltrekord
Nach Auftritten mit Shakin' Street als Vorgruppe für Black Sabbath formierte Friedman 1980 eine neue Band. Gemeinsam mit Joey DeMaio, der bei Black Sabbath als Basstechniker tätig war, gründete er die Heavy-Metal-Formation Manowar. Diese Band sollte seinem musikalischen Wirken eine völlig neue Dimension verleihen.
Über mehrere Jahrzehnte hinweg wirkte Friedman an sechs Alben der Gruppe mit. Besondere Bedeutung erlangte das 1984 veröffentlichte "Hail to England". Die Scheibe festigte Friedmans Status als Metal-Größe.
Manowar machten sich auch durch spektakuläre Auftritte einen Namen. Mit ihrem Motto "Death to false metal" schufen sie eine eigene Identität und hielten zeitweise sogar einen Guinness-Weltrekord als lauteste Band der Welt.
Vielfältige Projekte nach Manowar-Ausstieg
1989 beendete Friedman seine Zeit bei Manowar und schlug neue musikalische Wege ein. In den darauffolgenden Jahren engagierte er sich in verschiedenen Formationen und bewies seine stilistische Vielseitigkeit. Zu seinen Projekten zählten Death Dealer, die Spinatras sowie die Brain Surgeons.
Darüber hinaus etablierte der Gitarrist seine eigene Gruppe, die Ross the Boss Band. Mit diesem Projekt konnte er seine künstlerische Vision eigenständig umsetzen und seine musikalische Handschrift weiter schärfen.
Parallel dazu kehrte Friedman in den vergangenen Dekaden mehrfach zu seinen Wurzeln zurück. Bei verschiedenen Gelegenheiten stand er wieder mit den Dictators auf der Bühne und feierte damit Reunions mit der Band, die seine Karriere einst begonnen hatte. Diese Auftritte unterstrichen die bleibende Verbundenheit des Musikers mit dem New Yorker Punk-Erbe.
Ross "The Boss" Friedman: Würdigung seines musikalischen Vermächtnisses
Manowar reagierten in einem Statement auf den Tod ihres ehemaligen Mitstreiters. "Mit großer Trauer haben wir vom Tod Ross "The Boss" Friedmans erfahren", erklärte die Band und würdigte ihn als Künstler, der sowohl im Heavy Metal als auch im Punkrock bedeutende Akzente gesetzt habe. Das Mitgefühl der Gruppe gelte seiner Familie, Freunden und Anhängern weltweit.
Über Friedmans Social-Media-Profil wurde betont, wie zentral die Musik für sein Leben war. "Seine Musik bedeutete ihm alles, und seine Gitarre war der Atem seines Lebens", hieß es dort. Die tückische Krankheit habe ihm genau dies genommen.
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